Norovirus

Wissen & Hilfe bei akuter Magen-Darm-Infektion

Stand: 20.05.2014. veröffentlicht von: Anna Nilsson

Das Fachportal Norovirus24 informiert Betroffene umfassend und unabhängig zur Norovirus-Infektion und den Brech-Durchfall Symptomen. Das hochansteckende Virus gilt weltweit als häufigste Durchfall-Ursache. Hier finden Sie Fakten und Hintergründe der Magen-Darm-Infektion.

Infektion Erste Hilfe & Maßnahmen

Aktuelle Themen zur Infektion

Was tun bei Norovirus?

Was tun bei Norovirus?

Die Folgen des Norovirus und seine Behandlung Welche Maßnahmen helfen gegen das unangenehme Norovirus? Sind Infizierte und Angehörige ihm schutzlos ausgeliefert? Das Norovirus und dessen Folgen …

Wie oft kann man den Norovirus bekommen?

Wie oft kann man den Norovirus bekommen?

Keine Immunität nach Infektion mit dem Norovirus Noroviren gelten als hochansteckende Erreger, die zu Übelkeit, Durchfall und Bauchschmerzen führen. Deshalb stellen sich Patienten die Frage, ob …

Welches Desinfektionsmittel bei Norovirus?

Welches Desinfektionsmittel bei Norovirus?

veröffentlicht von: Anna Nilsson Desinfektionsmittel gegen den Norovirus erweisen sich als notwendig, da es über einen hohen Infektionsgrad verfügt. Darüber hinaus gibt es bisher keinen Impfstoff …

MagenDarm-Infektion

MagenDarm-Infektion

Infektion durch Noroviren – harmlos oder gefährlich? veröffentlicht von: Anna Nilsson Magen-Darm-Infektionen durch Noroviren verursachen bestimmte klinische Symptome. Dazu zählen Erbrechen und …

Norovirus im Krankenhaus

Norovirus im Krankenhaus

Ansteckungsgefahr mit dem Norovirus im Krankenhaus Der hochansteckende Norovirus ist im Krankenhaus sowie Heimen, Schulen und Kindergärten ein ernstes Problem. Eine Infektion führt in den meisten …

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Wenn Noroviren in der  Wohnung auftreten _norovien_schutz

Norovirus
Durchfall und Erbrechen:

Eine Infektion mit den Magen-Darm-Viren ist zwar in der Regel nicht lebensbedrohlich, dafür aber äußerst unangenehm, die Dauer der Norovirus Erkrankung beträgt bei einem gesunden Menschen in der Regel nur 3-5 Tagen, dann ist die Virus Infektion überstanden.

Bild: zeigt eine menschliche Stuhlprobe unter dem Elektronenmikroskop: Pfeile markieren Bereiche mit Noroviren. Die dunklen großen Flecken zeigen Magen-Darm-Bakterien, Quelle: Hans R. Gelderblom/RKI

Menschliche Stuhlprobe. unter dem Elektronenmikroskopie: Pfeile markieren Bereiche mit Noroviren. Die dunklen großen Flecken zeigen Magen-Darm-Bakterien, Quelle: Hans R. Gelderblom/RKI

Menschliche Stuhlprobe. unter dem Elektronenmikroskopie:
Pfeile markieren Bereiche mit Noroviren. Die dunklen großen Flecken zeigen Magen-Darm-Bakterien, Quelle: Hans R. Gelderblom/RKI

“Die Notwendigkeit einer Norovirus Behandlung ergibt sich aus der Tatsache des enorm hohen Ansteckungsrisikos, vor allem in gemeinschaftlich genutzten Einrichtungen wie Kindergärten, Krippen, Schulen, größeren Ferienanlagen sowie Alten- und Pflegeheimen.

AKTUELL:

Jährliche Infektionswellen

Neben dem Rotavirus und Adenoviren gehören die Noro-Viren zu den häufigsten Ursachen von Magen-Infektionen. Besonders in den Monaten Ojktober bis April kommt es jährlich zu einem starken Anstieg von Magen Darm Virus Infektionen. weiterlesen: Magen-Darm-Virus

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Diese Maßnahmen schützen Sie:

Die wichtigste Maßnahme um einer Ansteckung vorzubeugen ist gründliches Händewaschen!

  1. gründliches Händewaschen mit Händedesinfektion schützt vor Norovirus Gastroenteritis
  2. Hände von Gesicht und Augen fernhalten
  3. keinen Kontakt mit Norovirus Gastroenteritis Betroffenen
  4. Händewaschen/ Desinfizieren nach öffentlichen Toiletten
  5. Speisen nur durchgegart essen
  6. Vorsicht bei Krankenhausbesuchen und dortigen Norovirus-Ausbrüchen

Bei akutem Erbrechen und Durchfall:

Erste Maßnahmen:

  • Brech-Durchfall Betroffene schnell isolieren
  • Zuhause bleiben und Arbeitgeber informieren
  • Kinder zuhause lassen – Einrichtungen informieren

Brech-Durchfallals Hauptsymptom der Infektion

Die Symptome der Infektion zeigen sich eindeutig durch eine explosionsartige Kombination zwischen Erbrechen und Durchfall, meist wenn schädliche Erreger wie Noroviren den Magen-Darmtrakt infizieren. Der Körper kann durch Brechdurchfall eine schnelle Selbstreinigung vollziehen. Brechdurchfall bleibt abhängig beim Norovirus bis zu 48 Stunden – weiterlesen: Brechdurchfall

weitere Maßnahmen:

  1. Ruhe bewahren > Durchfall und Erbrechen sind Reinigungsmechanismen des Körpers
  2. Sie sollten nicht unterdrückt werden da Sie gefährliche Stoffe ausscheiden
  3. bei wasserartigem Durchfall und Erbrechen zu Hause bleiben (Bettruhe!)
  4. kein Kontakt mit gesunden Personen
  5. viel Flüssigkeit ( mindestens 2-3 Liter pro Tag) Elektrolytlösungen ( Apotheke) und Diät
  6. keine Durchfall hemmenden Medikamente
  7. Bettwäsche, Handtücher und Bekleidung mit mindestens 60 Grad waschen
  8. verunreinigte Toilette mit Desinfektionsmittel putzen – Einmalhandschuhe benutzen
  9. bei schweren Verlauf sofort Arzt kontaktieren
  10. bei Durchfall von mehr als 3 Tagen Ihren Arzt kontaktieren

Noroviren werden noch bis zu 4 Wochen nach der Infektion im Stuhl ausgeschieden, deshalb Hygienemaßnahmen weiterhin beachten.

weiter: Maßnahmen bei Norovirus Ausbruch |
weiter: Dauer der Norovirus Gastroenteritis

Eine Ansteckung ist auch durch Lebensmittel möglich!
In diesen Fällen der Übertragung wurden die Speisen durch andere erkrankten Personen oder durch den Kontakt mit Noroviren verseuchten Flächen infiziert. Wenn erkrankte Personen Essen und Speisen zubrereiten und diese Lebensmittel nicht ausreichend erhitzt oder durchgegart werden können diese kontaminierte Lebensmittel Noroviren auf gesunden Menschen übertragen und somit die Infektion weitergeben. Besonders rohe Lebensmittel wie Muscheln, Salate, Beeren und Gemüse können Noroviren verbreiten wenn nicht Sie unter mangelnden hygienischen Bedingungen mit den Noroviren kontaminiert worden sind.(Beiträge auf externen Quelle)

Überblick über die Noroviren-Infektion

Die Infektion führt bei den Betroffenen zu akuten Durchfall und Erbrechen, hier lesen Sie einen Überblick über die Erkrankung:

Der Norovirus ist überaus resistent. Er hält sich überall auf der Welt auf Gegenständen oder Lebensmitteln auf. Der hoch ansteckende Virus befindet sich auf Türklinken, Treppengeländern, Handtüchern, Toilettensitzen und Wasserhähnen.

Bei Lebensmitteln sind häufig Obst und Salat betroffen. Der Virus ist besonders kälte- und hitzebeständig. Selbst bei Temperaturen ab 60 Grad Celsius vergeht der Auslöser von Durchfall und Erbrechen erst nach einigen Minuten. Über den Stuhl oder das Erbrochene eines an Noroviren Erkrankten, wo sich die Viren in großer Zahl aufhalten, gelangen sie an Gegenstände oder Lebensmittel. Von dort nehmen andere Menschen sie auf.

Übertragung und Ansteckungsrisiken

Ansteckungsgefahr besteht auch, nachdem der Patient über keine Symptome mehr verfügt. Er überträgt den Norovirus noch mindestens an zwei Folgetagen. Im Stuhl lässt sich der Erreger noch zwei Wochen nach der Infektion nachweisen. Das Risiko einer Ansteckung ist in den Wintermonaten besonders hoch.

Bereits zehn Erregerpartikel lösen die Erkrankung aus. Ansteckend ist der direkte Kontakt mit einem erkrankten Menschen, verunreinigten Gegenständen wie Türklinken oder kontaminierten Speisen. Sogar das Erbrechen setzt winzige Tröpfchen frei, über die der Virus in den Körper eines weiteren Menschen eindringt. Immunität erlangt ein Patient selbst nach häufigen Infektionen nicht. Der Grund ist die Wandlungsfähigkeit der Noroviren.

Notfallmaßnahmen für Erkrankte und die Umgebung

Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr mit dem Norovirus sind Notfallmaßnahmen zur Hygiene einzuleiten, hat sich ein Familienmitglied, ein Kindergarten- oder Schulkind oder ein Angestellter angesteckt. Bei Symptomen der Magen-Darm-Infektion geht der oder die Betroffene sofort nach Hause. Sanitäranlagen und Räume, in denen sich der Erkrankte aufhielt, sind zu reinigen und gründlich zu desinfizieren. Zu Hause vermeidet der oder die Erkrankte den Kontakt mit gesunden Menschen. Ein eigenes Bad, das nur der Erkrankte benutzt, ist von Vorteil für die Gesundheit seiner Familie.

Dauer der Erkrankung

Die Inkubationszeit liegt bei dem Norovirus bei bis zu drei Tagen. Das führt dazu, dass die Erkrankung den Betroffenen meist plötzlich überrascht. Die Dauer der Erkankung bzw. der akuten Beschwerden beträgt zwölf bis 72 Stunden, dann klingen die Symptome so schnell, wie sie gekommen sind wieder ab. Die Ansteckungsgefahr besteht weit darüber hinaus, weshalb Hygiene nach der Erkrankung unverzichtbar ist.

Diagnose bei Infektion

Bei der Infektion mit dem Norovirus ist die Diagnose schnell und einfach durchführen. Im Zweifel bringt eine Stuhlprobe Klarheit über den Auslöser der Symptome. Da die Untersuchung des Stuhlgangs in einem Labor erfolgt und das Ergebnis erst nach wenigen Tagen vorliegt, sind Vorsichtsmaßnahmen schon vorher zu ergreifen.

Beim Nachweis hat der Arzt nach dem Infektionsschutzgesetz die Pflicht, die Information an das Gesundheitsamt weiterzugeben. Beschäftigte in Gesundheits- und Gemeinschaftseinrichtungen sowie Angestellte in direktem Kontakt zu Lebensmitteln müssen mindestens bis zwei Tage, nachdem sie beschwerdefrei sind, zu Hause bleiben. Für Kindergartenkinder gilt das Gleiche.

Symptome bei eingetretender Erkrankung

Schon einige Stunden bis spätestens zwei Tage nach der Infektion mit dem Norovirus bricht die Krankheit in Form einer Gastroenteritis, einem Magen-Darm-Infekt, aus. Die Symptome des Norovirus sind Übelkeit, Durchfall, starkes Erbrechen und Bauchkrämpfe.

Dazu kommt ein allgemeines Krankheitsgefühl, das sich darin äußert, dass der Patient sich matt, elend und schwindelig fühlt. Fieber und Kopfschmerzen sind ebenfalls Begleiterscheinungen der Erkrankung. Die Symptome verschwinden in der Regel nach zwei bis drei Tagen. Die Stärke der Symptome hängt von der allgemeinen Konstitution der oder des Betroffenen ab. Normalerweise vergehen die Symptome spurlos.

Medizinische Behandlung

Bei der Norovirus Behandlung gibt es noch kein Medikament gegen den Norovirus. Bei einer Erkrankung lassen sich nur die Symptome lindern. Besonders wichtig ist es, genügend zu trinken, auch wenn der Patient sich zu elend fühlt. Durch den Durchfall und das Erbrechen, die der Norovirus auslöst, fehlen dem Körper Wasser und Elektrolyte.

Für die Flüssigkeitsaufnahme eignen sich vor allem Brühe, verdünnte Säfte und Tee versetzt mit Salz und Zucker. In der Apotheke gibt es darüber hinaus Elektrolytmischungen, die der Betroffene mit Wasser anrührt. Salz und Flüssigkeit sind durch die Aufnahme dieser speziellen Mischungen optimal ersetzt. Die Nahrungsaufnahme ist für den Erkrankten trotz widerstrebender Übelkeit wichtig. Hier helfen Lebensmittel, die reich an leicht verdaulichen Kohlenhydraten sind, wie Weißbrot oder Zwieback.

Behandlungsbedarf in medizinischen Einrichtungen besteht, wenn der Flüssigkeitsverlust den betroffenen Menschen extrem geschwächt hat. Das gilt besonders für Kinder und ältere Menschen. Bei einer schweren Erkrankung durch den Norovirus ist ein Aufenthalt im Krankenhaus notwendig, wo die Einspeisung der Flüssigkeit über einen Tropf möglich ist.

Natürliche Behandlung der Symptome

Im Normalfall ist bei einem Norovirus kein Krankenhausaufenthalt nötig. Der Arzt verordnet dem Patienten strenge Bettruhe, die er sich unbedingt gönnt. Die Symptome sind nur zu lindern, nicht zu verhindern.

Das bedeutet, dass der Betroffene einige Tage ausfällt. Bestenfalls benutzt der Erkrankte ein Badezimmer allein und erhält dadurch die wohlverdiente Privatsphäre. Salzstangen und Cola sind als natürliche Behandlung beim Norovirus nicht anzuwenden, da sie den Flüssigkeitsentzug noch verschlimmern.

Ernährungshinweise als Schutz vor Noroviren

Für die Ernährung sind Regeln zu beachten, um sich vor der Ansteckung mit dem Norovirus zu schützen. Vor dem Essen sowie nach jedem Toilettengang wäscht der Betroffene sorgfältig seine Hände.

Damit vermeidet er, dass Viren über den Kontakt mit Stuhlgang in den Ernährungskreislauf gelangen oder die Übertragung durch direkten Kontakt geschieht. Lebensmittel, vor allem rohe Nahrungsmittel wie Obst und Salat, sind sorgfältig vor dem Verzehr zu säubern. Am besten ist es, so viele Lebensmittel wie möglich gegart zu verspeisen. Bei hohen Temperaturen über lange Zeit überlebt der Erreger nicht. Findet die Nahrungsaufnahme nicht zu Hause statt, ist der Ort derselben gründlich zu inspizieren. Benutzt der Bäcker oder Fast-Food-Verkäufer Schutzhandschuhe?

Gesundheitliche Gefahren und Risiken

Der Norovirus stellt im Normalfall keine gesundheitliche Gefahr für den Einzelnen dar, als Epidemie ist er jedoch äußerst lästig. Aufgrund seiner schnellen Verbreitung gefährdet er das Gesundheitswesen, tritt er in Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen, Senioren- und Pflegeheimen auf.

Gerade in Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen ist darum auf eine angemessene Hygiene zu achten. Der Erkrankte erhält eigene Handtücher und Pflegeartikel sowie eine eigene Toilette. Sein benutztes Geschirr reinigt die Geschirrspülmaschine während des Intensivwaschganges. Nach der Pflege eines Infizierten säubert der Pflegende gründlich die Hände, vor allem nach Berührung des Erbrochenen oder des Stuhls. Während der Pflege trägt er Einweghandschuhe.

Mit dem Norovirus kontaminierte Flächen putzt die betreuende Person mit Einwegtüchern und desinfizierenden Mitteln. Textilien wie Kleidung, Handtücher und Bettwäsche wäscht sie bei mindestens 60 Grad Celsius oder mit zusätzlich desinfizierenden Reinigern.

Impfung? Ein Impfstoff ist nicht in Sicht.

In San Franzisco wurde ein Wirkstoff gegen Noroviren Gastroenteritis vorgestellt. Der experimentelle Impfstoff soll gegen Durchfall und Erbrechen durch Noroviren schützen und zeigte sich anfangs gegen zwei Subtypen des Norovirus wirksam.

Vom 09.09. bis zum 12.09.2012 fand in San Francisco der 52th ICAAC- Interscience Conference on Antimicrobial Agents and Chemotherapy statt. Auf dieser Konferenz wurde erstmals ein Wirkstoff vorgestellt, Forscher der Universität Rochester im US-Bundesstaat New York verabreichten 43 gesunden Probanden einen neuen Impfstoff des Unternehmens Ligocyte Pharmaceuticals. Das Expertenteam um Dr. John Treanor konnte einen starken Anstieg der Antikörper feststellen, die aber nach der Infektion schnell nachließen. Über die Hälfte der Probanten klagten außerdem über Impfreaktionen. Das Forscherteam publizierte das ein echter Impfstoff gegen Gastroenteritis durch Norovirus noch nicht in Sicht.

Noroviren im Trinkwasser

Macht uns Trinkwasser krank?

Experten wie der Freie Wissenschaftsjournalist und Epidemiologe Wilfried Soddemann warnen schon seit einigen Jahren vor dem unzureichenden Schutz unseres Trinkwassers durch veraltete Aufbereitungsanlagen. Fest steht, nur 2% aller deutschen Trinkwasseraufbereitungs-anlagen sind so ausgestattet das Viren erfolgreich gefiltert werden können.

Nachweislich verseuchen Noroviren und andere Krankheitserreger über kontaminierte Fäkalien sowohl Lebensmitteln wie auch Trinkwasser. Neueste Technologien der Ultrafilterung bieten uns die Möglichkeiten wirksam gegen Viren aus der Umgebung in unserem Trinkwasser vorzugehen. Aber, in nur 2 % werden diese Technologien zur Reinigung unseres Wassers eingesetzt. Die Realität ist – 98 % veraltete Wasserwerke, unwirksame Filtersysteme und steigende Zahlen der Infektionskrankheiten durch Erreger wie Norovirus, Rotavirus und Coli Bakterien (Ehec). weiterlesen: Trinkwasser macht krank

Problematik – Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas und Schulen

Fehlende Prävention an vielen deutschen Schulen

Über 500 Schüler gehen täglich in eine durchschnittliche deutsche Mittelschule, 500 junge Menschen die durch den engen Kontakt und den fehlenden Hygiene- und Präventionsmaßnahmen täglich ein Risiko eingehen von einer viralen Infektionskrankheit betroffen zu werden. Unser Sonderthema informiert über fehlende Prävention und ungelesene Merkblätter. Wie kann erfolgreiche Prävention gegen den Norovirus aussehen. Hier finden Sie wirksamer Maßnahmen, die in Schulen helfen würden. weiterlesen: Norovirus in Schulen

Der Norovirus machte mich krank.

“Ich wurde als Therapeut in einer Schule genötigt über mehrere Wochen mit “Norovirus” Kindern zu arbeiten und wurde selber dreimal hintereinander krank…” Lesen Sie in unserem Themenspecial über Menschen und Ihre Erfahrungen mit Infektionskrankheiten wie dem Norovirus.
Es berichtet eine junge Therapeutin aus der Schweiz, Sie schildert Ihre Erfahrungen über Prävention und Hygiene in Schulen und den Umgang mit Lehrern.

weiterlesen: Therapeutin über Norovirus in Schulen

Wann ist es eine Norovirus-Gastroenteritis

Medizinische Falldefinition einer akuten Gastroenteritis:

  • 3 oder mehr wasserartige Stuhlgänge innerhalb von 24 Stunden – oder
  • 3 oder häufigeres Erbrechen innerhalb von 24 Stunden – oder
  • Durchfall oder Erbrechen mit anderen dazukommenden Symptomen wie breiig, schleimiger oder blutiger Stuhlgang, Übelkeit, Bauchkrämpfe, Fieber

Ausbrüche/Historie

2012

Über 9000 Kinder wurden in den deutschen Bundesländern Sachsen, sachsen-Anhalt und Thüringen durch Schulessen mit Noroviren infiziert. Eine mögliche Ursache waren infizierte Erdbeeren aus China. Die massenhaften Erkrankungen führten zu landesweiten Schulschließungen.

2011

Bbei einem epidemischen Norovirus Ausbruch erkranken binnen weniger Stunden über 300 Jugendliche eines Zeltlagers in Bad Segeberg

Experten und Wissenschaftler sehen auch in den kommenden Jahren eine hohe Gefahr einer Norovirus Epidemie.

2002 / 2003

kam es in Europa und auch in Deutschland zu einem verstärkten Ausbruch des Norovirus der als Pandemie deklariert wurde. Dabei war ein neuer genetische veränderter Typus des bisher bekannten Erregers, der Genotyp GGII.4 (Grimsby-like Virus) verantwortlich. Vorallem in Seniorenheimen und Krankenhäusern kam es zu stark erhöhten Ausbrüchen.


Nach Schätzungen von Experten erkranken allein in Deutschland pro Jahr mehr als 1 Millionen Menschen an einer Magen-Darm-Infektion. die Noroviren Gastroenteritis sind dabei neben Bakterien, Keimen und Parasiten der häufigste Auslöser dieser Infektionen.

Besonders in Gemeinschafts- einrichtungen wie Altenheimen und Pflegeheimen Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern sind Noroviren verantwortlich für schwere Krankheitsverläufe.

Bei Ausbrüchen ist es wichtig in kürzester Zeit Gegenmaßnahmen einzuleiten, sonst können die Infektionen innerhalb kurzer Zeit eine epidemieartige Infektion verursachen. Zu der Hauptinfektionsquelle für Norovirus Ausbrüche zählen kontaminierte Speisen (Salate, Meeresfrüchte u.a.), Getränke, dabei auch kontaminiertes Wasser. Die viralen Erreger können aber auch über kontaminierte Flächen oder Gegenstände wie Speilzeug übertragen werden.

Noroviren sind hochinfektiös und wahre Überlebenskünstler, Sie können durch Ihre hohe Resistenz mehrere Jahre in der Aussenwelt überleben. Diese hohe Umweltresistenz und die Tatsache das kleinste Nano-Mengen zur Infektion ausreichen, machen Noroviren so gefährlich und führen immer wieder zu epidemieartige Ausbrüchen.

Warum ist das Auftreten des Norovirus meist in den kälteren Monaten September bis März? In den kalten Jahreszeiten halten sich Menschen öfter in geschlossenen Räumen auf und leben enger zusammen. Da Noroviren längere Zeit auf Oberflächen überleben können ist dann auch die Gefahr der Infektion größer.

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Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Behandlung und dürfen nicht zur Eigendiagnose verwendet werden. Artikel-Erstveröffentlichung 02.11.2003

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