Brechdurchfall

Brechdurchfall ist das akute Symptom einer Gastroenteritis und kennzeichnet sich durch das Erbrechen bei gleichzeitigen Durchfall. Brechdurchfall weist immer auf eine akute Krankheitssituation hin, der Körper scheidet stark schädliche Stoffe gleichzeitig über den oralen und analen Weg aus.durchfall_

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Brechdurchfall – gleichzeitiger Durchfall und Erbrechen

Noroviren gelangen über die Atemwege in den Magen und auch in den Darm. Dort setzen sie sich in der Schleimhaut fest und produzieren Viren in großer Anzahl nach. Der Magen-Darm-Trakt reagiert mit Brechdurchfall.

Die Zellen des Darms nehmen durch die schädigenden Noroviren keine Flüssigkeit mehr auf, dadurch kommt es zu Flüssigkeit bei der Ausscheidung, also Durchfall.

Der Körper versucht, mit dem Reflex des Erbrechens der Lage Herr zu werden und die Viren auszuscheiden. Dies spielt sich meist innerhalb von 6 bis 50 Stunden ab. In so kurzer Zeit setzen dann schon die Symptome des unangenehmen Virus ein.

Brechdurchfall durch NorovirenDer Brechdurchfall legt den betroffenen Patienten oft in kürzester Zeit lahm. Manchmal ist der Patient sogar tagelang von dem Brechdurchfall betroffen. In Kombination mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl und Kopf- sowie Gliederschmerzen wird der Patient durch den Brechdurchfall sehr schnell vollkommen vereinnahmt.

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Diese Zeit wird meist zwischen Schlafzimmer und Badezimmer verbracht. Die Symptome lassen den Patienten sich allgemein sehr schwach und schlapp fühlen. Der Brechdurchfall kann auch mit Magenkrämpfen und Magenschmerzen einhergehen.

Der Brechdurchfall stellt sich meist überraschend für den vom Norovirus Betroffenen ein. Ein leichtes Unwohlsein ohne erkennbaren Grund wird deshalb schon zur Warnung: Jetzt ist es besser, nach Hause zu gehen. Es ist möglich, dass der Patient in kürzester Zeit nicht weiß, wie ihm geschieht. Der Brechdurchfall, der durch den Norovirus verursacht wird, ist nämlich besonders heftig, wenn auch nur von relativ kurzer Dauer.

Brechdurchfall bei Norovirus 12 bis 48 Stunden

Der Brechdurchfall hält in der Regel etwa einen halben bis zwei Tage an. In dieser Zeit wird dem Patienten regelrecht alle Flüssigkeit aus dem Körper gezogen. Das Virus hinterlässt einen mitunter erleichterten, aber definitiv ausgemergelten Menschen.

Der Brechdurchfall wird unter Umständen dadurch sehr unangenehm, dass sich zu dem noch Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen und Magenkrämpfe einstellen. Der Patient ist komplett ausgeschaltet und bedarf in den kurzen Phasen, in denen er nicht mit Erbrechen oder Durchfall beschäftigt ist, so viel Ruhe wie möglich.

Der durch den Norovirus verursachte Brechdurchfall ist zwar kurz, jedoch wirkt er sich in aller Regel sehr heftig aus. Zwischen Erbrechen und Durchfall ist kaum Zeit für die Nahrungsaufnahme. Allein an sie zu denken, wird dem Patienten vermutlich schon Übelkeit bereiten. Dennoch ist die Flüssigkeitsaufnahme bei Brechdurchfall besonders wichtig, auch wenn es dem Patienten scheint, als bleibe es eh nicht im Körper.

Falls sich ein Pfleger für den durch Brechdurchfall Gebeutelten gefunden hat, ist diesem zu empfehlen, die Pflege mit Vorsicht walten zu lassen. Hygiene ist in jedem Fall das oberste Gebot, da sich der Norovirus durch feine Luftpartikel den Weg in den nächsten Körper bahnt. Sollte es dem Patienten möglich sein, ist anzuraten, dass dieser sich weitgehend selbst mit seinem Brechdurchfall beschäftigt.

Eine pflegende Person ist in diesem Fall eher für die Flüssigkeitsaufnahme zuständig. Der vom Brechdurchfall Betroffene sollte in kurzen, regelmäßigen Abständen Tee oder Wasser zu sich nehmen – entsprechend dem Anteil, den er in sich behält. Durch den Norovirus ist die Flüssigkeitsaufnahme über den Darm nur eingeschränkt möglich und durch das Erbrechen wird diese zusätzlich erschwert.

Gefahr durch Entzug der Körperflüssigkeit

Die Gefahr der Dehydrierung durch den Brechdurchfall besteht besonders bei jüngeren und älteren Menschen. Im Jahr 2011 kamen auf etwa 116.000 Infizierte nur 43 Todesfälle. Dennoch ist der durch den Norovirus verursachte Brechdurchfall nicht zu verharmlosen.

Der tödliche Ausgang ist zwar hierzulande selten zu verzeichnen, jedoch nicht völlig ausgeschlossen. Der Kontakt zu jüngeren oder älteren Menschen sollte daher in der Ansteckungsphase vermieden werden. Ansteckend ist der Virus aber auch noch 48 weitere Stunden, nachdem sich der Brechdurchfall bereits verflüchtigt hat. Ausgeschieden wird der Norovirus sogar noch bis zu 14 Tage, was bedeutet, dass Hygienestandards auch noch für die Zeit nach dem Brechdurchfall sowohl für den Patienten als auch die ihm Nahestehenden gelten.

Gegen den schnellen und heftigen Brechdurchfall als Folge der Erkrankung mit dem Norovirus gibt es kein Mittel. Es gilt abzuwarten, denn so schnell, wie er kommt, geht er meist auch wieder. Für die Gesundheit des Patienten ist die ständige Aufnahme von Flüssigkeit zu empfehlen. Da der Brechdurchfall ebenso eine Abnahme im Elektrolythaushalt zu verzeichnen hat, sind elektrolythaltige Getränke umso besser für den Patienten. Darüber hinaus sind im Umgang mit einem Betroffenen und für den Betroffenen selbst folgende Hygieneregeln zu etablieren:

  •         regelmäßiges Händewaschen, besonders nach den Toilettengängen oder dem Erbrechen,
  •         kein direktes Ansprechen, Anhusten oder Anspucken eines gesunden Menschen durch den Patienten und
  •         reduzierte körperliche Nähe zwischen dem Patienten und gesunden Menschen.

Für den Brechdurchfall selbst benötigt der Betroffene Durchhaltevermögen, denn in der Regel sind die Symptome in wenigen Tagen verklungen. In manchen Fällen tritt das Norovirus ganz ohne Brechdurchfall auf. Besonders bei Jugendlichen ist es eher das Erbrechen, das ausbricht.

Beim Erwachsenen ist häufiger der Durchfall zu verzeichnen. Nur durch die eindeutige Diagnose des Arztes gewinnt der Patient Klarheit darüber, ob es sich dabei um den Norovirus handelt und wie er sich nun verhalten sollte. Die Diagnose wird durch eine Untersuchung des Stuhlgangs möglich. Besonders im Beruf mit jüngeren und älteren Menschen ist zu einem Arztbesuch und der damit verbundenen Diagnose zu raten, um diese nicht unfreiwillig zu gefährden.

weitere Brechdurchfall Ursachen

  • Infektion mit Viren – Noroviren, Rotaviren oder Adenoviren
  • Infektion mit Bakterien – Coli Bakterien, Campylobacter oder Salmonellen

Brechdurchfall bei Kindern

Besonders gefährlich ist Brechdurchfall für kleinere Kinder und Säuglinge, da der kleine Körper weniger Wasser zur Verfügung hat wie Erwachsene kann es sehr schnell zu einer Austrocknung kommen. Mit Flüssigkeitsverlust verlieren die Kinder auch Mineralstoffe. Wenn Ihr Kind von Brechdurchfall betroffen ist, ist es notwendig viel Flüssigkeit zuzuführen. Geben Sie zu der Flüssigkeit eine Prise Salz um den Mineralhaushalt zu unterstützen, Elektrolyt-Lösungen und Tee sind geegnete Getränke.

weiterlesen: Übelkeit

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Norovirus Beitrag erstellt: 22.11.2008 überarbeitet am 26.05.2013
Autor, Redaktionsleitung | Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Behandlung