Norovirus Ansteckungszeit

Wie lang ist die Norovirus Ansteckungszeit?

Das Norovirus ist ein sehr kleiner Erreger, der es jedoch in sich hat. Bereits 10 Partikel können ausreichend für eine Infektion sein. Sie wirken sehr aggressiv und können innerhalb einer Ansteckungszeit von 2 Stunden bis maximal 3 Tagen Symptome hervorrufen. Es hat sich herausgestellt, dass dieser Virus speziell in den Wintermonaten zu vermehrten Krankheitsfällen führt.

Norovirus AnsteckungszeitWorin kann dies begründet sein, fragt man sich. Zum einen kommt ein Mangel an natürlichem Sonnenlicht zum Tragen. Denn dies führt bei vielen Menschen bereits zu einer Absenkung des Immunsystems. Ist der Virus erst einmal im näheren Umfeld aufgetaucht, so ist es kaum noch möglich ihm zu entgehen. Denn er überträgt sich durch Tröpfcheninfektion auf dem Luftwege. Auch eine Schmierinfektion ist möglich. So kann der Virus auf jeder Türklinke, jeder Arbeitsplatte sitzen und von dort aufgenommen werden. Gerade am Arbeitsplatz, in öffentlichen Einrichtungen, etwa der Kindergarten, Behörden, aber auch Krankenhäuser und andere Therapieeinrichtungen, also Orten, an denen sich viele Menschen befinden, besteht erhöhte Gefahr, den Virus aufzunehmen. Jedoch kann niemandem ein Vorwurf wegen mangelnder Hygiene gemacht werden. Denn diese Plätze sind derart stark frequentiert, dass eine sofortige hygienische Reinigung aller Gegenstände schlicht unmöglich ist.

Geeignete Präventionsmaßnahmen

Und doch kann versucht werden, dem Norovirus so viele Steine wie möglich in den Weg zu legen. Zum einen ist es wichtig, die Menschen aufzuklären, damit sie wissen welche Präventionsmaßnahmen sie durchführen können. Zum anderen ist es für Erkrankte ein Muss, auch nach der Akut-Phase noch bis zu 5 Tage zu Hause zu bleiben und so wenig Außenkontakt wie möglich zu haben. Denn bis zu 4 Tage nach dem Ausklingen der Akut-Phase ist der Patient immer noch ansteckend! Es ist also erhöhte Vorsicht geboten. Zudem sind sowohl als Prävention als auch im Akutfall verschiedene Maßnahmen möglich, die eine Ansteckung anderer verhindern bzw. eindämmen:

  • Absolute Hygiene: Das bedeutet, dass noch mehr als vorher auf ein regelmäßiges Händewaschen sowie Abwischen aller Arbeitsflächen und Türklinken zu achten ist. Auch wenn der Norovirus gegen chlorhaltige Desinfektionsmittel resistent ist, gibt es doch einige, die eine große Wirkung erzielen. Zur Handdesinfektion kann das Mittel „Sterillium Virugard“ empfohlen werden, zur Flächendesinfektion „Franko-Nol N“. Beide Desinfektionsmittel können keine 100%ige Desinfektion gewährleisten, da der Erreger so resistent ist. Jedoch dezimieren sie ihn um einen großen Anteil, sodass sich auch die Ansteckungsgefahr verringert. Beide Mittel werden in Krankenhäusern eingesetzt.
  • Kommt es zur Erkrankung, ist auf eine besonders gute Toilettenhygiene zu achten. Ebenso ist Erbrochenes sofort zu entsorgen. Eventuell eingesetzte Tücher sind bei 95° C zu waschen. Oberflächen werden bei Bedarf mit dem o.g. Desinfektionsmittel gesäubert.
  • Ebenso ist im Krankheitsfall für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen. Sie fördert die Ausscheidung und beschleunigt damit die Gesundung. Bei Bedarf kann neben dem klaren Wasser auch Brühe verabreicht werden. So wird der Elektrolythaushalt, der ebenfalls in Mitleidenschaft gerät, stabil gehalten oder wieder aufgebaut.

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