Norovirus Insider

Norovirus – Menschen erzählen

Wir berichten von Menschen und Ihren Erfahrungen mit Infektionskrankheiten wie dem Norovirus. Die Berichte entsprechen der Wahrheit und sind Zeitzeuge der momentanen Situation. Wenn auch Sie berichtenswertes erlebt haben senden sie Ihre Erfahrungen an unsere Redaktion.

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Eine Schweizer Therapeutin über Norovirus Infektionen an Schulen

16.11.2011 Brief per E-Mail an die Redaktion.

Im März 2011 kursierten Norovirus Infektionen in dem Schulhaus  in dem ich als Therapeut tätig war. An der Schule an der ich als Therapeut gearbeitete habe herrschte totales Unwissen und das im Jahre 2010. Die Leute/ die Eltern der Kinder handhabten die Problematik so: gestern wegen starkem Erbrechen im Notfall, heute wieder in der Schule.

Der Fakt: dass Ansteckungsfähigkeit weiterhin besteht wurde total negiert. So wurde ich gezwungen mit meinen Schülern weiter zu arbeiten, obwohl sechs von zehn d.h. etwa ein Drittel davon erkrankt war.

Das Problem war auch, dass die Kinder nacheinander erkrankten. In jeder Woche ein neues Kind. (Problem ist, dass nur bei Massenerkrankung zur gleichen Zeit gehandelt wird). So wurde man über viele Wochen mit dem Virus konfrontiert.
Sowohl vom Schulleiter als auch vom Schularzt negierten diese Problematik.

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Ich als Therapeut wurde so genötigt über mehrere Wochen mit „Norovirus“-Kindern zu arbeiten und wurde selber dreimal hinter einander krank. Nach vielen Wochen
magendarmgrippenartigen Beschwerden ( ich reagierte mit asymptomatischem Verlauf) hatte ich dann 17 Kilos verloren und wurde längerfristig krankgeschrieben. Dass es anscheinend oftmals zu einer nicht ausreichenden Immunität bei dieser
Erkrankung kommt ist ein nicht zu unterschätzendes Problem, bei dieser Erkrankung.

Die Folge war bei mir eine längerfristige Schädigung des Magendarmtraktes und ich fragte mich auch, wo bleibt der Schutz für Lehrpersonen?  Bei empfindlichen Leuten scheint dieses Virus stärkere Konsequenzen zu haben als angenommen. Ich bin überzeugt,  die volkswirtschaftlichen Schäden sind um einiges höher als angenommen. Diesbezüglich müsste noch geforscht werden.
Ich bin überzeugt, es ist für viele Leute nicht nur eine Sache von zwei bis drei Tagen.  Es häufen sich Berichte von Leuten mit längerfristigen Schädigungen, nach vorausgegangenen Magendarmgrippen im Internet.

Mit bestem Dank für ihre Aufmerksamkeit.
Sie haben natürlich mein Einverständnis, meine Erfahren zu veröffentlichen, da ich überzeugt bin, dass bezüglich Prävention zu wenig bis nichts unternommen wird.

Unser Tochter steckte 23 kinder mit Norovirus an

(17.06.2011, Namen von der redaktion geändert) 
Uwe und Claudia Walter aus Berlin (2011)

Uwe Walter berichtete:
Am Donnerstag nachmittag wurde ich auf Arbeit von der Kinderkrippe in die unsere Tochter (3Jahre) seit einem Jahr geht. Die Erzieherin war sehr aufgeregt und berichtet mir das unsere Tochter nach dem Mittagsschlaf explosionsartig Erbrochen hat und dazu Durchfall wie Wasser hatte, Sie sei kreidebleich und ich sollte Sie sofort holen. Ich machte mich umgehend auf den Weg und war eine Stunde später in der Kindereinrichtung. Dort angekommen kamm mir die Leiterin der Einrichtung schon entgegen und berichtete das inzwischen ein zweites Kind aus einer anderen Gruppe ebenfalls mit starken Durchfall nach Hause geschickt worden war. Im Nachhinein wurde festgestellt das meine Tochter schon früh Durchfall hatte, da am Morgen aber eine Praktikantin auf die Kinder aufpasste und diese zum Mittag Feierabend hatte berichtete Sie niemanden von dem leichten Durchfall meiner Tochter. Ich fuhr mit meiner Tochter, der es wirklich sehr schlecht ging nach Hause und legte Sie ins Bett, ich versorgte Sie mit Flüssigkeiten und benachrichtigte unseren Hausarzt. Der bestellte uns sofort zu sich und erbat eine Stuhlprobe. Das Ergebniss sollten wir in den nächsten Tagen erhalten. Am frühen Abend bekammen wir einen Anruf vom Gesundheitsamt, es sind inzwischen 15 Fälle von starken Brech-Durchfall bei anderen Kindern der Kinderkrippe vorgekommen. Das Gesundheitsamt vermutet eine meldepflichtige Bakterien oder Virus Infektion und bat uns um die Adresse unseres Arztes um die Befunde zu bekommen. Die Kindereinrichtung wurde am nächsten Tag geschlossen, Inzwischen wurden Noroviren als Auslöser nachgewiesen. Im Nachgang erfuhren wir das unser Kind das erste mit Symptomen war, insgesamt hatten sich 23 kinder mit Noroviren infiziert. Die Krankheit wurde wahrscheinlich über die Küche der Kinderkrippe verteilt, denn dort war ein Mitarbeiter ebenfalls krank. Übrigends der einzigste Erwachsene. Unsere Tochte hatte die Krankheit nach 4 Tagen überstanden, auch alle anderen Kinder wurden wieder gesund. (17.06.2011, Namen von der redaktion geändert)

Lesen Sie auch: Norovirus Prävention an Schule

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Norovirus Beitrag erstellt 11.03.2011 überarbeitet am 15.11.2011
Autor, Redaktionsleitung | Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Behandlung