Norovirus Jahreszeit

Wie viele andere Erkrankungen auch, versucht man herauszufinden, ob der Norovirus zu bestimmten Zeiten vermehrt in Erscheinung tritt. Generell kann über diesen Virus gesagt werden, dass er ganzjährig zu Erkrankungen führen kann. Jedoch hat sich bewahrheitet, dass er zu besonders hohen Zahl in den Wintermonaten führt- das ist die Norovirus Jahreszeit. Dies brachte ihm den Beinamen „Winter-Erbrechen“ ein. Dies hängt vermutlich mit einem individuell abgesenkten Immunsystem zusammen.

Beschaffenheit und Herkunft des Norovirus

Norovirus JahreszeitDer Norovirus ist jedoch keine neuzeitliche Virenart. Vermutlich gibt es ihn bereits seit Jahrhunderten. Eine genaue Feststellung, wann er zum ersten Mal auftrat, ist nicht zu rekonstruieren. Der erste geschichtliche Eintrag ist aus dem Jahre 1968, wo er in einer Grundschule in Norwalk, Ohia, USA, wütete. Jedoch war ein Nachweis erstmalig 1972 möglich, als die Technik das Elektronenmikroskop hervorbrachte. Mittels seiner Hilfe wurde festgestellt, dass der Norovirus eine Größe von lediglich 27 nm aufweist. Im Durchschnitt, so hat sich herausgestellt, ist der Virus zwischen 35 und 40 nm groß. Er besitzt eine halbrunde Form und gehört den einsträngigen RNA-Viren.

Der Norovirus kann sich sehr gut an seine Umgebung anpassen. Das bedeutet, dass er ein großes Mutationspotenzial besitzt. Dies befähigt ihn dazu, sich über die ganze Welt auszubreiten und sich den jeweiligen Ortsbedingungen anzupassen. Dies ist ihm erfolgreich gelungen. Auch die Tatsache, dass er Temperaturen bis zu 60° C problemlos kompensieren und längere Trockenheit überstehen kann, zeigt auf, dass er in den meisten Regionen der Erde bestens überleben kann. Dies führte dazu, dass der Großteil der weltweit zu verzeichneten gastroenteritischen Erkrankungen auf diesen Virus zurück zu führen sind.

Besondere Vorsicht in öffentlichen Einrichtungen

Besonders auffällig ist das geballte Auftreten der Norovirus-Erkrankungen in öffentlichen Einrichtungen wie Altenheimen, Kindergärten, aber auch Krankenhäusern. Doch hierfür gibt es eine einfache Erklärung: Der Norovirus ist gegen alle Desinfektionsmittel, die auf Chlor-Basis hergestellt sind, resistent. Daher wird in diesen Bereichen, in denen Patienten mit dieser Viruserkrankung behandelt wurden, das Mittel „franko-Nol N“ zur Desinfektion verwendet. Zur Desinfektion der Hände hat sich das Mittel „Sterillium Virugard“ bewährt. In allen therapeutischen Einrichtungen wird es gerne verwendet. Dies ist eine wichtige Präventionsmaßnahme, denn der Virus ist nicht nur während seiner latenten Phase vor dem Ausbruch der Krankheit ansteckend. Auch noch bis zu 4 Tage nach dem Abklingen der akuten Symptome kann eine Ansteckung erfolgen. Es ist also auch in der Regenerationsphase große Achtsamkeit geboten.

Um die Gefahr einer Ansteckung zu minimieren, besonders in der Norovirus Jahreszeit, ist es wichtig, sich regelmäßig die Hände zu waschen und die viel frequentierten Flächen, wie Türgriff, Küchentisch, Armaturen des Badezimmers, zu desinfizieren. Während das Beachten dieser Maßnahme in Altenheimen vom Personal übernommen wird, so ist es in Kindergärten und Schulen die Aufgaben von Erziehern und Lehrern, die Kinder an die notwendige Hygiene heranzuführen. Selbstverständlich sind auch alle Eltern zur vermehrten häuslichen Hygiene angehalten, ebenso wie dies dem Kind zu vermitteln. Doch der in diesem Fall positive Gruppenzwang führt zu einer besseren Durchführung. Auch werden die Kinder die entsprechenden Informationen auf diesem Wege definitiv mit nach Hause tragen.

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