Norovirus News

Gemeinsam „unausstehlich“

In diesem Winter, 2014/2015, hat eine Grippeepidemie vielen Menschen in Deutschland das Leben schwer gemacht. Denn diese Grippe war von einem schweren Verlauf und einer ausgeprägten Hartnäckigkeit gezeichnet. Dies allein schwächte die Patienten zum Teil schon sehr erheblich. Doch was passiert, wenn sich dazu noch der Norovirus gesellt? Richtig: Dies ist eine Kombination, die den stärksten Patienten für einen längeren Zeitraum ans Bett fesseln kann.

Was bedeutet dies konkret?

Norovirus NewsDie schwere Grippe hat den Organismus bereits geschwächt. Es besteht durch das vorhandene Fieber bereits eine Tendenz zur Dehydration. Setzt sich nun der Norovirus „oben drauf“, hat der Körper mit verschiedenen Reaktionen auf den neuerlichen „Feind“ zu reagieren. Die Brechanfälle sowie die Durchfälle können das Fieber steigen lassen und den Flüssigkeitsverlust, der durch ein Fieber ohnehin bereits besteht, noch erhöhen. Es kann also akute Gefahr im Verzug sein, wenn die Anzeichen nicht rechtzeitig bemerkt bzw. falsch gedeutet werden. So mussten viele Patienten, die mit beiden Erkrankungen infiziert waren, vorsorglich ins Krankenhaus eingewiesen werden. Doch auch die Arztpraxen erlebten laut der Norovirus News in einigen deutschen Städten einen Boom, um beiden Krankheitsfällen gerecht werden zu können.

Während die Grippe mit herkömmlichen Medikamenten, Penicillin und Antibiotika, angegangen werden kann, hilft beim Norovirus nur Ruhe, Geduld und viel Flüssigkeitsaufnahme. Des Weiteren ist beim Norovirus die Hygienemaßnahme ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Werden diese nicht beachtet, kann es nach einer vermeintlichen Besserung zu einer sofortigen, erneuten Infektion kommen. Daher sind eine ausgeprägte Toilettenhygiene, das regelmäßige Desinfizieren der Hände sowie das regelmäßige Wechseln der Bett- und Leibwäsche dringend angeraten. Auch sollte, wenn dies möglich ist, ein „Pfleger“, also ein Familienangehöriger oder Freund, alle Tischflächen, Türgriffe und Gebrauchsgegenstände des Kranken mit einer guten Desinfektionslösung reinigen, um die dortigen Erreger zu eliminieren. Auch wenn übertriebene Desinfektion manchmal den Weg zu bestimmten Erregern erst ebnen kann, ist in diesem Fall eine umfassende Reinigung / Desinfektion nach überstandener Erkrankung der beste Schutz vor einer Folgeinfektion an ein und demselben hartnäckigen Erreger.

Medikament und Impfstoff?

Auch in diesem Winterhalbjahr ist es noch nicht gelungen, ein viral-wirksames Medikament zu entwickeln, dass speziell den Norovirus angreift. Das bedeutet für den Patienten leider, dass nur die Symptome behandelt werden können. Doch gegen Erbrechen und Durchfälle, ausgelöst durch Viren, ist nur Ruhe und Flüssigkeitszufuhr eine wirklich wirksame Therapie. Selbiges gilt für den sehnsüchtig erwarteten Impfstoff. Doch wieder einmal stellt sich heraus, dass es nicht gegen alle Erkrankungen ein Präparat als Prävention geben kann. Manchen Krankheiten muss man sich, wie in der guten alten Zeit, mit genau denselben althergebrachten Mitteln stellen. Eines jedoch ist bei diesem Krankheitsbild keine gute Therapie: Cola und Salzstangen. Denn der Virus ist so aggressiv, dass sie schnell wieder ihren Weg nach draußen gefunden haben, als ihre Wirkstoffe greifen konnten.

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