Norovirus rezidiv

Ist der Norovirus rezidiv?

Norovirus rezidivAuch wenn man denkt, das Schlimmste überstanden zu haben, besteht immer noch Ansteckungsgefahr. Daher ist es unerlässlich, dass man sich ausreichend Zeit zur Regeneration gönnt. Traut man sich zu früh wieder die volle Alltagsbelastung zu, kann dies eventuell zu einem Rückfall bzw. einer Folgeerkrankung führen. Der Norovirus weist nämlich eine weitere Besonderheit auf: Er erzeugt keine dauerhafte Immunität des Organismus, den er für sich eingenommen hat. Das bedeutet, der Patient ist für einen kurzen Zeitraum immun gegen den Virus, kann jedoch jederzeit wieder infiziert werden und dadurch erkranken. Aus diesem Grunde nennt man diesen Virus einen rezidivierenden Virus – einen an dem man mehrfach erkranken kann.

Es sollte ein großes Augenmerk darauf gelegt werden, eine Erkrankung mit dem Norovirus nicht nur auszuheilen. Auch der anschließende Aufbau der Darmflora sowie die Stärkung des Organismus ist wichtig. Je stärker der Körper ist, je größer die Abwehrkräfte sind, desto weniger kann der Virus ihm anhaben. Ist der Organismus gestärkt, wird die nächste Infektion eventuell weniger stark ablaufen.

Auswirkungen des Norovirus reduzieren

Wer gesund ist, ein intaktes Immunsystem hat und auf eine gute Hygiene achtet, der kann die Auswirkungen des Norovirus reduzieren. Dies ist auch der Grund dafür, warum nicht alle Menschen so heftig nach einer Ansteckung erkranken.

Die Erkrankung an dem Norovirus ist für die meisten Menschen etwas Schlimmes. Dies liegt aber nicht am Erreger, sondern an der Art mit der er sich präsentiert. Dieser Erreger ist äußerst widerstandsfähig. So übersteht er über mehrere Tage Trockenheit und kann auch in Temperaturen zwischen 20° und 60° C ohne Schwierigkeiten überleben.

Die Widerstandsfähigkeit des Norovirus ist das eigentliche Problem. Warum? Nun, die Symptome, die durch den Virus hervorgerufen werden, sind tatsächlich sehr stark. Was sich zunächst wie eine aufflammende grippale Infektion anfühlt, schwenkt relativ schnell und intensiv zu einer Magen-Darm-Erkrankung um. Explosionsartiges Erbrechen und heftigste Durchfälle, eventuell von Krämpfen begleitet, folgen. Sie schwächen den Patienten, denn sie sind anhaltend und gleich bleibend heftig.

Dehydrierung nicht unterschätzen

Es besteht akute Gefahr zu dehydrieren. Daher ist bei allen Patienten, besonders bei Kindern, älteren Patienten sowie durch Krankheit geschwächte Patienten, wichtig, darauf zu achten, dass sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Ist ihnen dies nicht möglich, sollten sie eventuell im Krankenhaus versorgt werden. Dort können Flüssigkeit und Elektrolyte per Infusion verabreicht werden. Die Dehydration ist die eigentlich Gefahr, wenn man durch den Norovirus erkrankt ist. Wird sie nicht rechtzeitig bemerkt, so kann dies zum Tode führen. Der Virus sowie die Symptome, die er hervorruft, können mit ein wenig Geduld, viel Ruhe und viel Flüssigkeit in ein paar Tagen überwunden werden. Denn generell beläuft sich die akute Phase auf einen Zeitraum von 1 bis 2 Tagen. Bei schwerem Verlauf kann sie auch länger andauern. Ist die akute Phase überstanden, ist es wichtig, die vermutlich stark geschädigte Darmflora wieder aufzubauen.

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