Norovirus Zoonose

Ein Patient mit dem Norovirus sollte sofort isoliert werden, damit er mit so wenig Menschen wie möglich in Kontakt kommt. Da die Krankheit per Luft mit Tröpfcheninfektion bzw. per Schmierinfektion beim Händeschütteln oder an Türgriffen und Tischoberflächen zum nächsten Wirt wandert, kann so einer vermehrten Ansteckung des persönlichen Umfeldes entgegen gewirkt werden.

Was ist eine Zoonose?

Norovirus ZoonoseJedoch gibt es einen Faktor, der nicht beeinflussbar ist. Das Wort Zoonose stammt aus dem Griechischen. Eine Zoonose ist eine Krankheit, die von Tier auf Mensch (und umgekehrt) übertragen werden kann. An Haustieren sind bereits Noroviren nachgewiesen worden. Doch sie erkranken nicht daran, sondern fungieren nur als Träger. Norovirus Zoonose ist nicht der Fall. Der Tierbesitzer hat trotzdem eine weitere Infektionsquelle. Denn ein Haustier, Katze oder Hund, kann natürlich nicht regelmäßig desinfiziert werden. Auf jeden Fall sollte dies aber bei ihren Futternäpfen und anderen Gegenständen vorgenommen werden, mit denen Besitzer und Tier in stetigem Kontakt sind. Somit sind wenigstens diese weitestgehend keimfrei. Ist die Erkrankung jedoch abgeklungen und die verlängerte Inkubationszeit von 4 weiteren Tagen verstrichen, so sollte über eine Pflegeeinheit für das Tier nachgedacht werden. Anschließend können die verwendeten Instrumente, wie Bürste, Kamm oder Pflegetücher, desinfiziert werden, um eine weitere Trägerquelle des Virus zu eliminieren.

Es gelten bestimmte Hygieneempfehlungen

Auch wenn Tiere bisher nicht nachweislich am Norovirus erkrankt sind, sollten auch sie nicht mit Erbrochenem in Kontakt kommen. Es gelten selbstverständlich trotzdem die verschärften Hygieneempfehlungen:

  • Toilettenhygiene nach jedem Toilettengang
  • Handdesinfektion, etwa mit Sterillium Virugard
  • Desinfektion aller Flächen mit denen täglicher Kontakt besteht, wie Türklinke, Toilette, Waschbecken, Arbeitsflächen und Tisch / Nachttisch
  • Das Tragen von Einmalhandschuhe der nicht erkrankten Angehörigen
  • Desinfektion der Bettwäsche. Bettdecke und Kopfkissen bei Beendigung der Akutphase sowie ein weiteres Mal nach Beendigung der Gesamtinkubationszeit

Der Norovirus, ein halbrundes, sehr aggressives und sich schnell verbreitendes Virus, löst beim Menschen eine sehr schnell verlaufende Akutphase mit Erbrechen, Übelkeit und Durchfällen aus. Diese können von Kopfschmerz, Gliederschmerzen und Fieber begleitet werden.

Wie kann man sich am Norovirus anstecken?

Neben der Tröpfen- oder Schmierinfektion kann man den Erreger auch durch kontaminierte Nahrung aufnehmen. So können sie sich auf Salat und anderem Obst und Gemüse, aber auch in Fleisch zu finden sein. Hinsichtlich des Fleisches ist der Norovirus durch gutes Durchgaren zu eliminieren, da er Temperaturen über 60° C nicht übersteht. Frisches Obst und Gemüse sollten, wenn sie nicht gegart werden können, sehr gut abgewaschen und nach Möglichkeit geschält werden. Hierzu sollten als zusätzliche Schutzmaßnahme Einmalhandschuhe verwendet werden.

Auch wenn es eine landläufige Ansicht ist, dass eine Erkrankung mit dem Norovirus extrem schwerwiegend ist, gehen die Meinungen hierzu auseinander. Es ist korrekt, dass der Verlauf aufgrund seines schnellen Auftretens und dem hohen Flüssigkeitsverlust innerhalb kürzester Zeit für die Erkrankten sehr unangenehm ist. Jedoch bringt er keine Lebensbedrohung mit sich, solange der Flüssigkeitsverlust aufgefangen wird die das 70zigste Lebensjahr überschritten haben, unter Beobachtung zu halten, damit der Flüssigkeitsverlust nicht zu groß wird. Auch ältere Patienten, die Vorerkrankungen aufweisen, können stärker betroffen.

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